Pressemeldung 03/25

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Pressemeldung 03/25                                                                                      

 

                                                                                                    Saarbrücken, 12.03.2025

 

Sondierungsgespräche – Statement von Armin Gehl, Geschäftsführer des Verbandes autoregion e. V.

Die deutsche Autoindustrie ist entschlossen, auch aus Deutschland heraus weiterhin erfolgreich den Weltmarkt zu bedienen. Doch dafür braucht es eine umfassende Agenda zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts.

Die Ursachen sind bekannt. Jetzt erwarten unsere Mitglieder entschlossenes Handeln. Denn die Automobilzulieferer können die hohen Energiepreise, die überbordende Bürokratie sowie die Steuern und Abgaben in aktueller Form nicht mehr tragen.

Insofern sind die Ergebnisse der Sondierungsgespräche zwischen CDU/CSU und SPD aus Sicht der Automobilzulieferer wichtige Schritte in die richtige Richtung, denen aber weitere folgen müssen.

  • Positiv ist das klare Bekenntnis, die Automobilindustrie als Leitindustrie in Deutschland erhalten. Anders als die Ampel setzt die neue Bundesregierung nachdrücklich auf Technologieoffenheit. Dies ist ein wichtiges Signal an die Automobilhersteller und an die Verbraucher, das Vertrauen stiftet.

 

  • Gleiches gilt für das Bekenntnis, die Automobilwirtschaft bei der Bewältigung der Transformation zu unterstützen.

 

  • Ob jedoch die angekündigte Förderung der E-Mobilität durch Kaufanreize dauerhaft zu mehr Wertschöpfung und damit zum Erhalt von industrieller Produktion und Arbeitsplätzen auch im Saarland beiträgt, hängt von der konkreten Ausgestaltung des Förderprogramms ab. Eine Deckung des Listenpreises etwa, würde jene Hersteller bevorzugen, die aus Kostengründen an Standorten im europäischen oder außereuropäischen Ausland produzieren. Hier erwarten wir, dass die Politik, wenn Sie denn schon aus Steuergeldern Subventionen betreibt, diese auch wirkungsvoll einsetzt.

 

  • Positiv sehen wir zudem die angekündigten Reformen bei Unternehmenssteuern, Bürokratieabbau und Bürgergeld. Sehr zu begrüßen sind zudem einige Ansätze zur Steigerung des Potenzialwachstums durch Anreize für Innovationen und Investitionen sowie die Senkung der Energiekosten und die Sicherung der Fachkräftebasis.
     
  • Beim Thema Arbeit und Soziales begrüßen wir die angekündigte steuerliche Freistellung von Mehrarbeit und die Flexibilisierung der Arbeitszeit.

 

  • Sehr kritisch sehen wir hingegen, dass es scheinbar nicht gelungen ist, sich auf die für unsere Mitglieder erforderliche Begrenzung der Sozialversicherungsbeiträge auf 40% im Sondierungspapier zu einigen, obwohl die Arbeitskosten schon heute ein Grund für abnehmende Investitionen in Deutschland und Produktionsverlagerungen ins Ausland sind.
     
  • Was wir im Sondierungspapier zudem vermissen sind deutliche Einsparungen im Haushalt und der Mut zu echten Strukturreformen sowie ein tragfähiges Zukunftskonzept. Hier muss im Rahmen der Koalitionsverhandlungen noch deutlich nachgebessert werden.

 

Informationen und Rückfragen

Armin Gehl, Geschäftsführung

Telefon: 0681 – 95 20 596

Fax: 0681 – 94 888 61

E-Mail: a.gehl@autoregion.eu

Internet: www.autoregion.eu

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