Pressemeldung 04/25
Saarbrücken, 23.07.25
Früheres Verbrennerverbot durch die Hintertür?
Desaster für das Saarland!
Saarbrücken. „Das ist der Plan zu einem vorgezogenen Verbrennerverbot durch die Hintertür.“ Das erklärt Armin Gehl, Geschäftsführer des Verbands autoregion e.V. zu den von der Brüssel EU-Kommission geäußerten Plänen, ab 2030 nur noch vollelektrische Miet- und Unternehmensflotten zuzulassen.
Dieses Vorpreschen ist ein unredlicher Versuch, ein Zick-Zack- und Schlingerkurs, der in Politik und Wirtschaft nur noch ungläubiges Kopfschütteln hervorruft, so Gehl. Diese Idee enthält eine hohe Brisanz, denn fast 60 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge entfallen auf Dienstwagen und Mietautos. Auch der Dachverband der deutschen Autoindustrie, der VDA, hat die „Regulierungsoffensive“ (VDA-Präsidentin Hildegard Müller) strikt abgelehnt.
Die saarländische Automobilzulieferer-Industrie, die noch bis zu 70 % auf den Verbrennungsmotor zugeschnitten ist, würde beim Inkrafttreten dieses Vorschlags massivsten Schaden erleiden. „Wir als autoregion e.V. befürchten in diesem Fall einen starken Verlust von Arbeitsplätzen im Saarland und dadurch erhebliche soziale Folgeprobleme“, so Gehl. Die Umsetzung dieses Vorstoßes träfe die Unternehmen in einer schwierigen Phase der sukzessiven Umstellung von der Verbrennertechnik auf Elektroantriebe, die die Betriebe ohnehin schon finanziell aufs äußerste herausfordert, warnt der autoregion-Chef. „Wir fordern auch die IG Metall auf, sich unserem Veto anzuschließen und gegen diese neue Brüsseler Wahnidee zu kämpfen“, appelliert Gehl an die Arbeitnehmervertretungen.
Die autoregion e.V. plädiert seit Beginn dieser Debatte für Technologieoffenheit, die auch im Koalitionsvertrag der neuen Berliner Regierungskoalition vereinbart ist. „Die Bundesregierung fordern wir auf, diesen Vorstoß mit aller Energie zurückzuweisen und ihm in keinster Weise zuzustimmen. Unsere Zuliefererindustrie im Saarland darf nicht auf dem Altar eines EU-Testfeldes geopfert werden“, so Armin Gehl.
Informationen und Rückfragen
Armin Gehl, Geschäftsführung
Telefon: 0681 – 95 20 596
Fax: 0681 – 94 888 61
E-Mail: a.gehl@autoregion.eu
Internet: www.autoregion.eu

